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Durchstarten ist angesagt
Wie entwickelt sich 2010? Wie schaffen die Unternehmen wieder mehr Wachstum?

Viele Unternehmen haben schwere Monate hinter sich. Wenn sich auch zum Jahreswechsel die Anzeichen für eine wirtschaftliche Belebung mehren, so können wir leider noch nicht von einem flächendeckenden Aufschwung sprechen. Viele unserer Kunden haben diese Zeit genutzt, um ihre internen Strukturen und Prozesse auf Vordermann zu bringen und konsequent auf Effizienz und Wirtschaftlichkeit auszulegen. Die Anstrengungen dürfen jedoch mit wachsendem Auftragseingang nicht nachlassen. Vielmehr gilt es, die Maßnahmen auf lange Sicht zu verankern und als echten Mehrwert an die Märkte und Kunden weiterzugeben. „Gestärkt aus der Krise" ist somit kein erreichtes Ergebnis, sondern nur ein durchschrittenes Zwischenziel für erneutes Wachstum. Allen unseren Partnern und Kunden wünschen wir auf diesem Weg in 2010 viel Erfolg!

Ihr
Christian Jacobi

Regelmäßig nehmen wir uns bei agiplan Zeit, aktuelle Eindrücke aus vielen Kontakten mit Unternehmen und Partnern in einer Diskussionsrunde zusammenzufassen. Das jüngste Thema zum Jahreswechsel: Wie entwickelt sich 2010? Wie schaffen die Unternehmen wieder mehr Wachstum? Hier einige Auszüge und Statements.

Talsohle erreicht?

Christian Koch: In vielen, leider noch nicht allen Gesprächen mit Kunden und Partnern, bekomme ich die positive Stimmung zu spüren. Die Geschäfte ziehen wieder an. Auftragseingänge steigen und die Märkte blicken wieder positiver in die Zukunft. Für mich das Zeichen eines eindeutigen Aufwärtstrends.

Heiko Barth: Aufwärtstrend ja, wenn auch auf einem deutlich gesunkenen Niveau. Viele Unternehmen mussten Monate mit Umsatzrückgängen weit über 50 % verkraften und wurden durch die Krise um mehrere Jahre zurückgeworfen. Sie werden noch lange brauchen, ihre in den Boomjahren aufgebauten Kapazitäten wieder auszulasten.

Lothar Schneider: Auch viele Partner der öffentlichen Hand schätzen die Situation verhalten optimistisch ein, sind aber gleichzeitig froh über die Reaktion der Unternehmen während der Krise: Nicht über Entlassungen die Rückgänge zu kompensieren, sondern Instrumente wie Arbeitszeitkonten oder Kurzarbeit zu nutzen, war klug. Der Arbeitsmarkt wurde geschont und die Unternehmen haben für den Aufschwung ihr qualifiziertes Personal an Bord.

Krise genutzt?

Peter Groos: Wenn wir uns die Beratungsprojekte der letzten Quartale anschauen, haben ganz klar die Themen der Produktionsoptimierung, Kostensenkung, Reorganisation und Geschäftsprozessoptimierung dominiert.

Dr. Jürgen Bischoff: Ein klares Zeichen dafür, dass die Krise für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit genutzt wurde. Wer jetzt gelernt hat und weiterhin alle Anstrengungen unternimmt, Produktivität und Effizienz in den Prozessen an die Märkte weiterzugeben, hat gute Chancen, gestärkt aus der Krise hervorzugehen und Marktanteile zu gewinnen.

Ausblick 2010!

Dr. Christian Jacobi: Aus meinen jüngsten Gesprächen ergibt sich ein differenziertes Bild. Branchen wie die Landtechnik, der Maschinenbau und auch die Automobilindustrie rechnen mit einer anhaltend schwierigen Lage in 2010. Weitere Konsolidierungen der Geschäfte, Sparprogramme und auch Folgen für den Arbeitsmarkt werden das Jahr wohl bestimmen. Gleichzeitig sind die Prognosen für das Wachstum der Weltwirtschaft leicht positiv und deutsche Unternehmen werden durch ihre Technologiekompetenz und ihren hohen Exportanteil durchaus profitieren. Hier werden wir helfen, Potenziale für unsere Kunden auch international zu erschließen.

Christian Koch: Internationalität ist ein gutes Stichwort: Die Nachfrage nach Produkten und Leistungen „Made in Germany" wird insbeson-dere von Ländern wie Indien, Russ-land, Brasilien oder auch China angetrieben. Aktuell beschäftigen auch uns einige größere Investitionsvorhaben in diesen Ländern. Branchen wie die Energiewirtschaft, die Medizintechnik oder auch die Elektrobranche rechnen für 2010 mit einem spürbaren Plus.